Besseres Fahrkönnen für mehr Spaß und Sicherheit am Rad

 

Besseres Fahrkönnen für mehr Spaß und Sicherheit am Rad

Bewegen sich Kinder einmal grundsätzlich selbständig auf dem Rad, gibt es viele Möglichkeiten, ihr Fahrkönnen zu verbessern. Dabei kann man die eigene Geschicklichkeit und das eigene Können gleich mit auf die Probe stellen und man sorgt dafür, dass die Kinder sicherer unterwegs sind.  

 

Sicher in die Kurve

Sobald es mit dem Geradeausfahren gut klappt, ist das Gleichgewichthalten in der Kurve der nächste Schritt für Fahranfänger. Aber auch geübten Radfahrern bringen das Ausprobieren und gezielte Üben von vor allem engen Kurven, das Fahren eines Achters oder eines Slalomparcours noch mehr Sicherheit. Eine weitere Steigerung sind Kurven auf unterschiedlichen Untergründen.

TIPP: Einen Slalomparcours aufbauen, zuerst auf Asphalt, dann auch mal auf Kopfsteinpflaster, Wiese oder Schotter.

 

Richtig Bremsen

Nicht nur in heiklen Situationen ist es elementar, richtig zu bremsen. Daher ist das Üben von Zielbremsungen oder beabsichtigtes Driften mit blockierendem Hinterrad ein gutes Training, das gleichzeitig Kindern sowie Erwachsenen Spaß macht. Das Verinnerlichen verschiedener Bremsmanöver mit Vorder- und Hinterradbremse oder auf verschiedenen Untergründen macht souverän und vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Dabei sollte man darauf achten, dass die Kinder die Bremse anfangs möglichst gering dosieren und sich erst langsam an eine Vollbremsung herantasten.

TIPP: Bei Zielbremsübungen markieren zwei Hütchen den frühesten Bremspunkt, eine Kreidelinie drei bis fünf Meter dahinter die Grenze, bei der das Rad still stehen soll.

 

Das Rad beherrschen

Ein trainiertes Balance-Gefühl und Geschicklichkeit helfen dabei, das Rad in jeder Situation zu beherrschen – auch im Straßenverkehr mit all seinen Überraschungen. Ein geübter Schulterblick sorgt für mehr Übersicht. Die Fähigkeit ein- oder auch freihändig zu fahren oder eine gelungene Abbremsung bis zum Stillstand, aus der dann ohne abzusteigen weitergefahren wird, zeugen von Kontrolle über das Rad. Randsteine, Schienen, die gequert werden müssen, oder auch besonders steile Wegstücke bergauf oder bergab gehören zu vielen Fahrradausflügen dazu – die sichere Überwindung solcher Hindernisse lässt sich trainieren.

TIPP: Dämme und (Halb-)Inseln, wie etwa die Wiener Donauinsel, bieten oft entsprechend kurze Steigungen sowie gut geeignete Geländeformen, um die Geschicklichkeit fernab vom Straßenverkehr zu trainieren.   

 

Technik und Verkehr

Neben diesen praktischen Übungen sind aber auch die Straßenverkehrsregeln wichtig  und können spielerisch auch schon jüngeren Radlerinnen und Radlern näher gebracht werden. Die Kontrolle von Reifendruck und Bremsen vor Fahrtantritt gehört zu jeder Ausfahrt und kann Kindern leicht vermittelt werden. Ab einem gewissen Alter können auch das Flicken von platten Reifen und die Kettenwartung von jungen Radfahrerinnen und Radfahrern selbst erledigt werden.

TIPP: Verkehrssicherheit und Radtechnik zu einem Teil der Alltagsgespräche machen und immer wieder darauf zurückkommen. Oft bietet dies auch den Eltern eine gute Gelegenheit, ihre Kenntnisse aufzufrischen, oder sich über neue Regeln im Radverkehr zu informieren.  

 

Erste Tricks

Fühlen sich die Kids richtig sicher auf dem Rad, können sie ab einem gewissen Alter auch die ersten Tricks lernen, die nicht nur cool aussehen und Spaß machen, sondern auch den Umgang mit dem Rad weiter verbessern. Dazu zählen Wheelies (das Fahren nur auf dem Hinterrad), das Springen über kleinere Rampen oder auch ein sogenannter Bunny Hop (ein Sprung mit dem Rad ohne Hilfsmittel). Bei allen genannten Übungen empfiehlt es sich, diese auf einer autofreien, größeren Fläche auszuprobieren oder auch einen Übungsplatz aufzusuchen.

TIPP: Mountainbike- und Downhill-Parks bieten oft auch für Anfänger geeignete Steilkurven und andere Hindernisse. Oder eventuell den nächstgelegenen Bike-Club ausfindig machen viele Clubs bieten auch Programme oder Kurse für Kinder. Dort können die Kids dann von Profis und anderen Kindern lernen.

 

Wer gemeinsam mit der Familie oder Freunden neue Fertigkeiten erlernt und Wissen auffrischt, dem sind verbindende Erlebnisse sicher. Und die meisten Kinder freut es ganz besonders, wenn sie einmal etwas besser können oder schneller lernen, als die eigenen Eltern.